Pilkentafel – Offene TheaterWerkstatt mit Véronique Chatard

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(CIS-intern) – Véronique Chatard lädt zu einer ersten Begegnung mit dem Butoh-Tanz ein:
„Ich möchte das, was ich von meinen verschiedenen Meistern gelernt habe, weitergeben: die Arbeit an der Atmung und den Energien, den Zuständen der Tiere, Pflanzen, Menschen und Mineralien und dem Gang in die Unendlichkeit (suriashi). Ich lade Sie ein, das Mentale beiseite zu lassen um den Körper sprechen zu lassen, sich für sechs Stunden dem eigenen Körper gegenüber zu verpflichten und erste Schritte zu machen.“

Butoh-Tanz:
„Der Körper ist gleichzeitig menschlich, tierisch, pflanzlich, mineralisch, er ist in ständiger Veränderung, er entsteht, entwickelt sich unter unseren Augen, wächst und stirbt natürlich, nachdem er seine innere Reise hinter sich gebracht hat. Butoh ist auch ein Ausdruck der Sehnsucht nach der beendeten Einheit von Mensch und Natur, Männlichem und Weiblichem – dieser Sehnsucht, an die man sich erinnert und die einen leiden lässt.

Butoh (von Bu – dem Tanz und To – den Boden stampfen) ermöglicht es, mit der Erde, der Dunkelheit und den versteckten Kräften, die uns umgeben, zu kommunizieren. Es ist eine Anrufung der Kräfte über uns, die in einem Paralleluniversum leben, versteckt in den Tiefen der Nacht. Sie deckt das Versteckte auf, die Erinnerung der Vorfahren. Butoh ist ein Tanz, der den Tod mit dem Leben verbindet, ein dauernder Übergang vom Nichts zum Leben und vom Leben zum Nichts.

Die Verwandlung dieser Zustände wird durch die extreme Langsamkeit der Bewegungen und totale Nüchternheit der Form hervorgerufen, um schließlich in der Tiefe des Seins anzukommen. Man sagt oft, dass Butoh heißt, den Boden mit dem Fuß zu schlagen, bis die Geister aus Mutter Erde aufsteigen. Folgende Worte charakterisieren Butoh: Trance, Hellsichtigkeit, weiße Verrücktheit, Ekstase, Nahaufnahme grimassierender Gesichter, groteske Haltungen, geweißte Körper, Sammlung exotischer und beunruhigender Verformungen.“ (David Yukio)

Kursleitung Véronique Chatard
Erst als Turnerin und dann als Tänzerin hat sie verschiedene Dinge ausprobiert, bis sie 1986 „Unetsu“ von Sankaï Juku sieht. Sie lernt Butoh und tanzt mit den Compagnien Sumako Koseki und Schenk in Lyon. Sie fährt 1996 nach Japan, um eine andere Form des getanzten Theaters kennen zu lernen: das Kyôgen. Gleichzeitig beginnt sie mit dem Schauspiel und trifft Philippe Rousseau, mit dem sie gemeinsam die Compagnie Les Yeux Gourmands gründet. Hier erkundet und schafft sie Welten, die oft vom Butoh inspir

iert sind.
Termin: 3. Februar 2013, Theaterwerkstatt Pilkentafel
Uhrzeit: 10–13/14–17 Uhr

Preis
Der Tag kostet 50 EUR pro Person (ermäßigt 35 EUR).

Anmeldung unter: info@pilkentafel.de, Tel. (0461)24901
Bitte mitbringen
Etwas für ein gemeinsames Mittagessen, Getränke und bequeme Kleidung.

www.pilkentafel.de

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