Flensburger Pilkentafel: War Kafka eigentlich kafkaesk?

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Flensburger Pilkentafel: War Kafka eigentlich kafkaesk?
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pilk(CIS-intern) – …noch 90000 Sekunden, 1500 Minuten, 25 Stunden – dann ist es soweit: wir feiern Premiere von “… (und ich neige sogar zu dieser Übertreibung)” – dem dritten Teil unserer Kafka-Trilogie!

Die Inszenierung widmet sich Franz Kafkas Jugend und Erziehung: Wie konnte dieser ängstliche Versicherungsangestellte so schreiben? Verhalf ihm das Jurastudium zu einer derart präzisen Ausdrucksweise? Regisseurin Elisabeth Bohde schafft einen Raum für Kafkas Sprache und führt euch durch seine geheimnisvollen wie hochpräzisen Gedankenwelten.

Für die Premiere morgen, den 9. Februar um 20 Uhr gibt es nur noch wenige Restkarten – unkompliziert online beziehbar über unsere Homepage.

Eine Annäherung an Franz Kafka
Wie konnte dieser schmächtige Versicherungsangestellte, der kaum seine Heimatstadt Prag verließ, so schreiben? Wie konnte ein Schriftsteller, der nur wenig selbst veröffentlichte, so wirkungsmächtig werden? Woher hatte er den Mut, sich so radikal auf „die ungeheure Welt, die ich im Kopf habe“ einzulassen und woher die Kraft sie zu beschreiben? Verhalf das Jurastudium zu dieser präzisen Sprache? Lässt sich das Werk aus dem Leben erklären? Hilft der Brief an den Vater „Das Urteil“ zu verstehen? Oder erklärt das Schreiben das Scheitern der Heiratsversuche? Und kann es um Erklärung gehen? Oder sind es nicht endlose Spiegelungen…

Der Abend lädt Sie ein, sich mit uns in dieses Spannungsverhältnis zu begeben. In eine Welt, in der jeder Brief Literatur ist und jede Erzählung auch Autobiographie, jedes Ich gleichzeitig Erfindung und Wahrheit. Wir sind als Interpreten subjektiv, parteiisch und persönlich und nehmen Sie mit auf die Reise zu den inneren und äußeren Welten Franz Kafkas, in einen Raum zwischen Filmausschnitten aus Prag und Manuskriptseiten am Boden.

Regie Elisabeth Bohde
Film: Karsten Wiesel
Bühnenboden: Johannes Caspersen

mit Elisabeth Bohde, Torsten Schütte, Uwe Schade

9. (Premiere) 10./ 11./ 16./ 17./ 18./ 23./ 24./ 25. Februar sowie 2./ 3./ 4. März
jeweils um 20 Uhr

Eintritt:
20,– € für Förderer
15,– € für jeden
10,– € für Schüler+innen, Student+innen, Sozialpassinhaber+innen

Karten für die Aufführungen:
an der Abendkasse
über die Homepage www.pilkentafel.de
Vorverkauf: Carl-von-Ossietzky-Buchhandlung, SHZ Kundenzentrum oder Tourist Information in der Roten Straße
für Student+innen: Karten für 7,– € im AStA Büro der Uni und FH

Der Nur-So-Da-Chor
Der Chor ist ein Angebot zum Mitmachen. Sie können einfach kommen und unter Anleitung von Torsten Schütte gemeinsam mit anderen Ihre Stimme ausprobieren. Es gibt keine andere Voraussetzung als Neugier auf die eigene Stimme (und das heißt immer auch den Körper) und die Lust, Teil einer Gruppe zu sein. Lassen Sie sich überraschen!

Jeden Montag 20-21.30 Uhr. Teilnahme kostenlos
Ort: Theaterwerkstatt Pilkentafel

Anmeldung per Mail: info@pilkentafel.de
Telefonisch: 0461/ 24901 zu den Bürozeiten (9-12 Uhr)