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Fachhochschule Flensburg will ihre Kooperationen mit Afrika weiter ausbauen

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Fachhochschule Flensburg will ihre Kooperationen mit Afrika weiter ausbauen
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Kooperation-Ghana(CIS-intern) – Die Fachhochschule Flensburg will ihre Kooperationen mit Afrika weiter ausbauen: Zusammen mit der Universität Flensburg machte sich jetzt eine FH-Delegation auf den Weg nach Ghana, um Möglichkeiten für ein gemeinsames Projekt mit der University of Winneba auszuloten. Hochschule-Lehre in der Zukunft – das ist die Vision. Wie sieht Unterricht in der Hochschule im Jahr 2020 aus? Im Jahr 2025? Diesen Fragen soll in dem Projekt nachgegangen werden, um dessen Bewilligung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) sich eine Gruppe von Flensburger Professoren und Professorinnen bemüht.

Bea Lundt von der Uni Flensburg, Martin von Schilling, FH-Vizepräsident für Internationales, Thomas Schmidt und Kay Pfaffenberger besuchten daher jetzt die University of Winneba, die Heimathochschule von Yaw Ofosu-Kusi, Gastprofessor aus Ghana an der Uni Flensburg 2013 und 2014, der die Delegation begleitete. Die Ausgangslage für eine Realisierung der Zusammenarbeit ist gut. Bea Lundt treibt bereits seit fünf Jahren die Kooperation mit der Universität in Winneba durch Projektarbeit vor Ort voran.

Foto: Haben das Memorandum of Understanding unterzeichnet: Prof. Dr. Martin von Schilling (3.v.r.) und Vice Chancellor Prof. Akwasi Asabere-Ameyaw. Die Delegation aus Flensburg mit Prof. Dr. Kay Pfaffenberger (Mitte), Prof. Dr. Thomas Schmidt (rechts) und Prof. Dr. Bea Lundt führte gute Gespräche mit Prof. George Kankam (links) und Prof. Yaw Ofosu-Kusi.

Das Centre for Business and Technology in Africa der FH Flensburg engagiert sich seit 2005 durch Thomas Schmidt mit Projekten in Afrika. Der Vice Chancellor – das entspricht dem Amt des Präsidenten einer deutschen Hochschule – der University of Education in Winneba, Prof. Akwasi Asabere-Ameyaw, hatte die Flensburger Delegation zu einem privaten Empfang geladen. „Ein Zeichen der Wertschätzung“, weiß Pfaffenberger, der sich mit den kulturellen Gepflogenheiten in Westafrika sehr gut auskennt.

Genau diese Unterschiede im Kulturellen, Politischen und Gesellschaftlichen müsse man während des Projekts beachten, so Pfaffenberger. Wenn es etwa um die Evaluation von Lehrenden durch Lernende geht, müsse man den afrikanischen Partnern, die in einer sehr hierarchischen Gesellschaft leben, deutlich machen, dass es nicht um eine Beurteilung geht, sondern – wie Pfaffenberger es nennt – eine „wertschätzende Kritik“. Bei der technischen und inhaltlichen Umsetzung von Evaluationen, aber auch von der Umsetzung der aus den Evaluationen gewonnen Kenntnissen soll die Uni in Ghana profitieren.

Die deutschen Hochschulen könnten in einem gemeinsamen Projekt lernen, wie man das Studieren über große Distanzen hinweg effizient organisiert. „In dem Bereich Distance Learning sind die Hochschulen in Afrika führend, da es dort wichtig ist, Studierende über große Entfernungen zu erreichen. Ebenso können nicht alle Studenten ihre Tätigkeit aufgeben, um an den Ort einer Universität zu ziehen“, erklärt Pfaffenberger. So hat die Universität von Winneba zirka 50.000 Studierende, dabei lernen über 20.000 Studenten in Form des Fernstudiums. Eine Zusammenarbeit etwa mit dem Mobilfunkbetreiber Vodafone erleichtert den Austausch von Unterrichtsmaterialien.

FH-Vize Martin von Schilling sieht in der Kombination von Fachhochschule und Universität Flensburg sowie der Universität in Winneba eine sehr gute Möglichkeit, ein gutes und spannendes Projekt auf die Beine zu stellen, welches für alle drei Partner Vorteile bringen würde. Beide Seiten unterzeichneten ein Memorandum of Understanding.

PM: FH Flensburg


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