BPOL-FL: Bordesholm – “Trainsurfer” begibt sich in Lebensgefahr

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Flensburg Szene
Bordesholm (ots) – Gestern Morgen gegen 05:30 Uhr wurde die Bundespolizei zu einem nichtalltäglichen Einsatz in den Bahnhof Bordesholm gerufen.

Ein Zugbegleiter des Regionalexpress auf der Fahrt von Bordesholm Richtung Neumünster hatte außerhalb des Zuges, auf der Zugkupplung des letzten Reisewagens, eine Person sitzend erkannt. Dies teilte er sofort dem Triebfahrzeugführer mit, der umgehend, bei einer mittlerweile erreichten Geschwindigkeit von über 100 km/h, eine Betriebsbremsung einleitete.

Als der Zug zum Stehen kam, war die Person allerdings verschwunden und konnte auch nicht mehr durch das Zugpersonal aufgefunden werden. Zwei Streifen der Bundespolizei suchten dann im Nahbereich, nach guter Personenbeschreibung durch den Zugbegleiter, nach einer jungen Person, die lange, dunkelblonde Haare hat. Gegen 06:45 Uhr konnte dann, nach mehreren Hinweisen durch Reisende, ein 17-jähriger Junge im Bahnhof Bordesholm festgestellt werden, auf den die Beschreibung passte und der ungewöhnlich stark verschmutze Hosen anhatte. Er leugnete eine Mitfahrt mit dem besagten Zug. Auf der Dienststelle wurden Bilder von ihm gefertigt um diese dem Zugbegleiter, zur eventuellen Identifizierung als “Trainsurfer”, vorzulegen. Ein Ergebnis steht noch aus.

Bei Übereinstimmung muss der alkoholisierte Junge (1,33 Promille Atemalkohol) mit einer Anzeige wegen Erschleichen von Leistungen rechnen. Ob noch ein weiteres Delikt bzw. Forderungen der Bahn im Raume stehen, gilt noch zu ermitteln. Die Strecke war für die Ermittlungen ca. eine Stunde gesperrt, zwei Züge sind komplett ausgefallen, drei Teilausfälle, vier Züge hatten insgesamt 136 Minuten Verspätung.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei vor derartig lebensgefährlichem Verhalten. Nicht nur, dass selbst bei langsameren Geschwindigkeiten ein Herunterfallen vom Zug tödlich enden kann, zieht dieses Verhalten strafrechtliche Konsequenzen nach sich.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Flensburg Valentinerallee 2a 24941 Flensburg Jürgen Henningsen Telefon: 0461 – 3132 105 E-Mail: bpoli.flensburg.presse@polizei.bund.de http://www.bundespolizei.de Twitter: @bpol_kueste

Weiteres Material: http://presseportal.de/blaulicht/pm/50066/4731275 OTS: Bundespolizeiinspektion Flensburg

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