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Zusammenarbeit über die alte Landesgrenze zwischen Deutschland und Dänemark hinweg soll intensiviert werden

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Zusammenarbeit über die alte Landesgrenze zwischen Deutschland und Dänemark hinweg soll intensiviert werden
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(CIS-intern) – Die Zusammenarbeit über die alte Landesgrenze zwischen Deutschland und Dänemark hinweg soll intensiviert werden. Dies war die wesentliche Botschaft von Politikern und Unternehmern beidseitig der Grenze auf der in der vor kurzem abgehaltenen Wachstumkonferenz der Deutsch-Dänischen Region.
An der Konferenz, die in Büdelsdorf bei Kiel stattfand, nahmen rund 200 Interessenvertreter aus der Region Syddanmark, dem Landesteil Schleswig sowie den Städten Kiel und Flensburg teil. Anwesend waren sowohl Vertreter privater Unternehmen wie zum Beispiel Danfoss und ACO als auch von einer Reihe anderer privater und öffentlicher Unternehmen und Organisationen. Vor diesem Hintergrund kann von einem Forum gesprochen werden, dass in der Lage ist, Worten auch Taten folgen zu lassen.

Foto: Mario De Mattia – Ein dänisch-deutscher Teffpunkt – Annies Kiosk

Sechs Stärkenpositionen
Die Deutsch-Dänische Region hat sechs Stärkenpositionen definiert, die Unternehmensbereiche aufzeigt, in denen die Region über besonders gute Wachstumsbedingungen und Erfolgsvoraussetzungen verfügt.

Diese sechs Stärkenpositionen sind: Tourismus und Erlebniswirtschaft, Logistik, Ernährungswirtschaft, Gesundheitswirtschaft und Welfare Technology, erneuerbare Energien und das Querschnittsthema Wissen. Weitere Informationen finden Sie im Folgenden sowie auf der homepage www.deinregionsportal.de.

Nicht nur im Energiebereich hat die Region besonders gute Voraussetzungen, betonten sowohl Anke Spoorendonk, Ministerin für Justiz, Kultur und Europa sowie zweite stellvertretende Ministerpräsidentin Schleswig-Holsteins als auch Carl Holst, Regionsratsvorsitzender der Region Syddanmark.

Präsenz bei “Energy Europe” in Kopenhagen
Die Deutsch-Dänische Region hat einen kleinen Vorsprung im Bereich Forschung und Entwicklung neuer energieeffektiver Produkte. 86 Unternehmen sind Teil des »Power Electronics Cluster« in der Region Syddanmark und Schleswig-Holstein.

Das Cluster verzeichnet einen Jahresumsatz von 7,7, Milliarden Euro und die beteiligten Unternehmen erwarten in den kommenden Jahren ein Gesamtwachstum von mindestens 20 Prozent.

Ziel ist es Carl Holst zufolge, die Deutsch-Dänische Region zu einer europäischen Modelregion im Bereich Energieeffektivität zu entwickeln.

Um in dem Bereich nachhaltige Energie engere Beziehungen zu anderen relevanten Akteuren zu knüpfen, ist die Deutsch-Dänische Region in diesen Tagen zahlreich auf der “Energy Europe” Messe im Kopenhagener Bella Center vertreten.

Die Region ist unter anderem durch das grenzüberschreitende Wissensnetzwerk FURGY repräsentiert, das Wirtschaftsunternehmen und Forschungsinstitutionen verbindet und den Weg für ein gemeinsames deutsch-dänisches Cluster im Bereich nachhaltiger Energie ebnen soll. Ausserdem ist die Region durch das Interreg-Projekt Wachstumszentrum vertreten, dass die Entwicklung der länderübergreifenden Unternehmenskooperation in der Deutsch-Dänischen Region begleitet.

Von der Grenzregion zur Wachstumsregion
Bis vor einigen Jahren war die Grenze zwischen Dänemark und Deutschland eine Grenze zwischen zwei Nationen, zwei Völkern und zwei Märkten. So ist es nicht länger. Heute besteht die Grenze nicht mehr und Tausende von Menschen bewegen sich tagtäglich zwischen beiden Ländern.

Stephan Kleinschmidt, Projektleiter des Wachstumszentrums, das als Sekretariat für die Entwicklung der sechs Stärkenpositionen fungiert, beschreibt die Situation folgendermaßen:

”Die alte Grenzregion ist nicht nur dabei sich zu einer modernen Wachstumsregion zu entwickeln sondern auch zu einem Vorbild dafür, wie in europäischen Grenzregionen neue wirtschaftliche Potentiale geschaffen werden können. Wenn die alten Grenzen überwunden werden, entstehen neue, dynamische Räume mit einer größeren kritischen Masse und einer breiteren Reichweite an Kompetenzen.”

Richtung Hamburg sehen – und Hamburg sieht gegen Norden
Von den Regierungshauptstädten Berlin und Kopenhagen betrachtet werden Norddeutschland und Süddänemark oft als Provinz betrachtet. Doch liegt die Deutsch-Dänische Region zentral auf der Achse zwischen Hamburg und der Öresundregion, wie Ministerin Anke Spoorendonk auf der Wachstumskonferenz hervorhob. Gleichzeitig orientiert sich Hamburg, Deutschlands zweitgrößte Stadt mit einem dynamischen Wachstum, nach Norden, um eine starke Metropolregion in Europa aufzubauen.

”In der Deutsch-Dänischen Region haben wir den Blick geradeaus nach Hamburg gerichtet, weil sich die Stadt zu einem Zentrum im nördlichen Europa entwickelt. Von Hamburg bis zur deutsch-dänischen Grenze ist es nur eine stündige Autofahrt und das bedeutet, dass wir in der regionalen Entwicklung daran interessiert sind, starke Verbindungen zur Hamburgregion zu knüpfen.

Wir wissen auch, dass dänische Unternehmen die Kopenhagen-Hamburg Achse im Blick haben und dass sich die Deutsch-Dänische Region damit zentral auf der Verbindung zwischen Hamburg und der Öresundregion plaziert. Diese Lage möchten wir natürlich gerne nutzen und haben daher sechs Wirtschaftsbereiche definiert, die für die zukünftige WIrtschaftsentwicklung entscheidend sind und von denen wir meinen, dass sie etwas besonders zu bieten haben”, sagt Stephan Kleinschmidt.

Über die sechs Stärkenpositionen der Deutsch-Dänischen Region

Die sechs Stärkenpositionen der Deutsch-Dänischen Region sind:

Tourismus und Erlebniswirtschaft

  • · Dominierender Küstentourismus
  • · Hohe Zahl an Übernachtungen
  • · Viele Tagesgäste

Ernährungswirtschaft

  • · Hohe Beschäftigtenzahl
  • · Besondere Bedeutung in Verbindung mit dem Gesundheitsbereich, Tourismus und innovativen Lebensmittelprodukten
  • · Mehrere bereits bestehende deutsch-dänische Projekte

Gesundheitswirtschaft und Welfare Technology

  • · Besonders gute Kompetenzen im Bereich der Gesundheitswirtschaft und E-health
  • · Grenzüberschreitende und internationale Vernetzung medizinischer Institute und Projekte
  • · Hohe Beschäftigtenzahl im Gesundheitsbereich

Nachhaltige Energie

  • · Gut ausgebildete Arbeitskräfte
  • · Starke Kompetenzen und Kooperationsstrukturen
  • · Viele Beschäftigte im Energiesektor

Logistik

  • · 75 % des dänischen Exports wird in der Region transportiert
  • · Dänmark ist Schleswig-Holsteins wichtigster Handelspartner
  • · Viele logistische Kompetenzen und Knotenpunkte

Wissen

  • · Besonders gute Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung
  • · Starke Netzwerke zwischen Wissensinstitutionen
  • · Starke Cluster

Über die Deutsch-Dänische Region
Die Deutsch-Dänische Region umfasst die Region Syddanmark- Schleswig – K.E.R.N. In der Region wohnen knapp 2,3 Millionen Menschen.

Auf deutscher Seite umfasst die Region Schleswig (also die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg sowie die Stadt Flensburg) und den Kreis Rendsburg-Eckernförde sowie die Landeshauptstadt Kiel und die Stadt Neumünster. In der deutschen Region wohnen cirka 1,1 Millionen Menschen.

Auf dänischer Seite umfasst die Region die gesamte Region Syddanmark. Insgesamt erstreckt sich das Areal über 12.191,2 km2 und es leben dort cirka 1,2 Millionen Einwohner.

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