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UNI Flensburg – Gibt es den Ingenieur an sich?

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Schulz,-Herkner,Berger,-Sch(CIS-intern) – Wann prägt sich die „berufliche Identität“ eines Elektrotechnikers aus? Kann man sie positiv beeinflussen? Welchen Nutzen brächte das für Studium oder Ausbildung? Mit diesen Fragen beschäftigt sich Anja Schneider in ihrem Promotionsvorhaben: „Untersuchungen zur Entwicklung beruflicher Identitäten bei Auszubildenden, Studierenden und Beschäftigten in der Elektrotechnik“.

„Der Mangel an Ingenieuren, der uns gerade medial verfolgt, beschäftigt mich persönlich schon eine ganze Weile“, sagt Anja Schneider, die seit 2009 an der Fachhochschule Heide tätig ist. „Deshalb bin ich auch Mitglied in der Arbeitsgruppe ‚Attraktivität des Ingenieurberufs‘ im Nationalen MINT-Forum“. Vor dem Hintergrund eines Mangels an Interessenten für ein Studium oder eine Ausbildung in der Elektrotechnik nicht nur in Schleswig-Holstein ist die Frage nach der beruflichen Identität besonders interessant, denn die persönliche Identifikation mit dem Arbeitsgebiet ist für das Wohlbefinden, die Produktivität, die Kompetenz und den dauerhaften Verbleib der/des Einzelnen im gewählten Beruf von hoher Bedeutung.

Gleichzeitig existieren unter den Expertinnen und Experten aus der beruflichen Bildung, dem Personalwesen und auch der Arbeitspsychologie unterschiedliche Ansätze darüber, was berufliche Identität ist und welche Rolle in ihr die persönliche Identifikation spielt. Anja Schneider beschäftigt sich vor dieser Problemlage mit den Fragen, ob man allgemeine Aussage zur beruflichen Identität treffen kann und wie man sie positiv beeinflussen kann.

Das Besondere an dem Vorhaben: Anja Schneiders Doktorarbeit ist eines von neun Promotionsprojekten, das die Landesregierung finanziell fördert, da es sich um ein sogenanntes „kooperatives Promotionsvorhaben“ zwischen Universität und Fachhochschule handelt. Insgesamt gibt das Land 219 000 Euro: 54 000 Euro gehen an die Universität Flensburg, 165 000 Euro verbleiben bei der Fachhochschule Westküste. Interessant ist dabei, dass mit diesem kooperativen Promotionsvorhaben inhaltlich sowohl die akademische als auch die nicht-akademische berufliche Bildung abgedeckt wird.

Foto: (v.l.n.r.): Sara Schulz, Forschungsreferentin der Universität Flensburg, Volkmar Herkner, Professor für Berufspädagogik an der Universität Flensburg, Anja Schneider, Promovendin, Dr.-ing. Michael Berger, Professor für Schaltungstechnik und Vizepräsident der Fachhochschule Westküste.

PM: UNI Flensburg


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