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Tour de Flens: Elektromobilität nimmt Fahrt auf

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Tour de Flens: Elektromobilität nimmt Fahrt auf
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P1000219(CIS-intern) – „Sonne satt“ gab es zur vierten „Tour de Flens“, die am Wochenende überall zufriedene Gesichter hinterliess: auf vierzig Fahrzeuge und mehr als fünfzig Mitfahrer war in den letzten Tagen noch das Teilnehmerfeld in die Höhe geschnellt. Achtzehn verschiedene Fahrzeugtypen nahmen an der grenzübergreifenden Informationsfahrt teil, die das Ziel hat, die umweltfreundliche Fortbewegung mit erneuerbaren Energien populär zu machen und ein Ladenetzwerk mit kompatiblen Steckern und Stromtankstellen auf den Weg zu bringen.

Dass Elektromobilität immer zuverlässiger und die Fahrzeuge immer ausgereifter und für verschieden Kundenwünsche differenzierter wird, wurde eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Schon vor dem Start in Sonderburg sammelten sich die unterschiedlichsten Fahrzeuge von Twike bis BMW i, die zum Teil bereits 100 km Anfahrt hinter sich hatten und erst einmal „Strom saugen“ wollten. Die drei teilnehmenden Tesla-Piloten konnten bei einer Reichweite von 400 km darüber nur schmunzeln. Auch andere Hersteller investieren inzwischen in leistungsfähigere Batterien.

Foto: (Copyright:artefact ): Nur so macht sie Sinn: Elektromobilität und erneuerbare Energien gehören zusammen. Zwischenstop der Tour de Flens bei Süddänemarks größter PV-Anlage

Nach Frühstück und Begrüßungsworten durch die Veranstalter von Forsyning Sonderburg und artefact Glücksburg griff das dänische Multitalent Richardt Nielsen in die solarelektrisch verstärkten Saiten, um sein neues Lied „Grüner Planet“ gleich mehrsprachig zu singen.

Dann rollte die Karawane fast geräuschlos durch die Innenstadt von Sonderborg und über den Alsensund, um auf historischem Grund einen ersten Zwischenstopp einzulegen: neben den Düppeler Schanzen , vor 150 Jahren Ort der Entscheidungsschlacht zwischen preußischen und dänischen Truppen, wurde ein großer Kreis mit allen deutschen und dänischen Fahrzeugen gebildet und den Pressefotografen ein beeindruckendes Motiv geboten.

Nach 20 Kilometern Fahrt durch die abwechslungsreiche Hügellandschaft und entlang dem Gravensteiner Schloss fand der nächste Stopp an mit 1,73 Megawatt installierter Leistung Süddänemarks größter privater Photovoltaikanlage statt, an der Nicolai Andresen von AT Solar erläuterte, wie sich eine solche Investition auch unter dänischen Rahmenbedingungen rechnen kann. Was sehr viel kleinteiliger auch Privathaushalte machen können, erläuterte gleich nebenan Karin Festersen, deren Wohnhaus mit Solarthermie, einem Pelletkessel und einer Easywind-Kleinwindkraftanlage mit Heizpatrone autark mit Wärme versorgt wird.

Nach der klassischen hot-dog-Pause bei den Ochseninseln ging es über die Grenze und durch die Flensburger Altstadt zum ersten Elektromobilitätsmarkt der Fördestadt, wo bereits Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar den Konvoi erwartete. Nach einem weiteren Lied von Richardt Nielsen wurden den zahlreichen Messebesuchern Probefahrten angeboten oder während des Ladevorgangs weitere Infos gegeben. Mit Fahrzeugen von Twike, city-el, Framo, Fiat 500, VW, Mercedes, Citroen, Renault, Peugeot, Voltmobil, BMW und Tesla in Original – oder Umrüstversionen war die Palette der Fahrzeugtypen so groß wie nie, durch die bunte Mischung der Fahrer von Technikpionieren und Firmenvertretern über Paare bis zu ganzen Familien, dazu für Testfahrten gut genutzte Scuddies, Segways und Pedelecs der weiteren Austeller machte sich emobiler Volksfestcharakter breit.

An der Glücksburger Fördelandtherme freute sich Bürgermeisterin Kristina Franke, eine frisch installierte Außensteckdose als Beitrag zum Lemnet-Netzwerk einbringen und die Tour-Fahrer zum Wiederkommen einladen zu können.

Im Zentrum für nachhaltige Entwicklung, artefact, konnte sich Geschäftsführer Werner Kiwitt am Rande einer Führung durch den Energieerlebnispark über ein neues Ausstellungsstück zum Thema Wasserstoff freuen, das von der Firma gp joule zur Verfügung gestellt wird. Zu den weiteren Unterstützern der Tour, die unter der Schirmherrschaft von Robert Habeck statfand, gehören das Energiewendeministerium und die EKSH in Kiel, fecon und die Flensburger Brauerei.

Zum Abschluss war genügend Zeit zum Fachsimpeln bei Grillgut vom Sattelschwein und Gerstenkaltschale des Flensburger Brauhauses: Ideen wurden geschmiedet für die weitere Entwicklung des emobilen Netzwerkes für einheimische wie touristische Nutzer, denn darin waren sich Alle einig: der Durchbruch der Elektromobilität mit einheimischen Energiequellen ist überfällig und möglich – und nach der Tour ist vor der Tour!

PM: artefact

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