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Stadtwerke Flensburg investieren 128 Millionen Euro in moderne Gas- und Dampfturbinenanlage

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(CIS-intern) – Im Rahmen des Kesselneubauprojektes „Kessel 12“ ersetzen die Stadtwerke Flensburg bis zum Jahr 2015 zwei alte Kohle-Kessel durch eine moderne Gas- und Dampfturbinenanlage (GuD). Dafür investieren sie insgesamt 128 Millionen Euro, die auf verschiedene Einzellose aufgeteilt werden. Das zweitgrößte Einzellos in zweistelliger Millionenhöhe ist jetzt in der Region an die Firma TIG Group GmbH (ehemals Wulff Deutschland GmbH) in Husum vergeben worden. Dafür erhalten die Stadtwerke den Abhitzekessel für die neue Gas- und Dampfturbinenanlage.

Den Kaufvertrag für den neuen Anlagenteil haben die Vertragspartner am Freitag den 15. Februar 2013 bei den Stadtwerken unterzeichnet. Karsten Müller-Janßen, Projektleiter des Kesselneubauprojektes, freut sich über die regionale Vergabe: „Wir haben die Anlage, wie eine Vielzahl anderer Lose auch, europaweit ausgeschrieben und ich freue mich sehr darüber, dass ein Husumer Unternehmen es geschafft hat, sich gegen die überregionalen Wettbewerber durchzusetzen. Dadurch verbleiben Kapital und Wertschöpfung in der Region.“

Foto: Unterzeichnung Kaufvertrag neuer Abhitzekessel, v.l.n.r. Maik Render, Geschäftsführer Stadtwerke Flensburg, Jürgen Waldhoff, Geschäftsführer TIG Group

Mit der Montage des neuen Kessels wird die TIG Group voraussichtlich im April 2014 beginnen. Mitte des darauf folgenden Jahres geht er in Betrieb und soll die erste Energie produzieren.

Dirk Roschek, Leiter der Erzeugung bei den Stadtwerken erklärt: „Der Abhitzekessel dient innerhalb der Gas- und Dampfturbinenanlage zur Nutzung der Abgase aus der Gasturbine. Mit den Abgasen wird im Abhitzekessel 525°C heißer Dampf erzeugt, den die Stadtwerke zur Strom- und Fernwärmeerzeugung einsetzen.“

Durch die optimale, im Prinzip mehrstufige, Ausnutzung des Brennstoffes Erdgas erzielt die gesamte GuD-Anlage einen Wirkungsgrad von mehr als 92%, der somit mehr als 10% über dem aktuellen Gesamt-Wirkungsgrad des aktuellen Kraftwerks liegt. Mit dem teilweisen Ersatz der Kohle durch Erdgas reduziert das Unternehmen bei gleicher Energieproduktion den spezifischen CO2-Ausstoss um 40%.

Die Stadtwerke betreiben in ihrem Flensburger Heizkraftwerk drei Wirbelschichtkessel für die Wärme- Grundversorgung mit einem Mix aus Steinkohle, Ersatzbrennstoffen und Holzhackschnitzeln. Für die Spitzenlasten sind drei weitere Kessel sowie für einen Störungsfall in der Batteriestraße vier Reserveheizwerke vorhanden. Nach Inbetriebnahme der neuen, mit Erdgas betriebenen Anlage werden auch noch die oben aufgeführten Brennstoffe weiter eingesetzt. Aus den verschiedenen Energieträgern (Kohle, Ersatzbrennstoffe (EBS), Holzhackschnitzel und Erdgas) ergeben sich neue, unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten und Fahrweisen. Sie können den jeweiligen Marktgegebenheiten bei der Brennstoffbeschaffung und dem Verkauf von Strom an der Börse flexibler als bisher angepasst werden.

Ansprechpartner Stadtwerke Flensburg GmbH:
Peer Holdensen, Unternehmenssprecher

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