Premier Swingtett im November im Deutschen Haus – GYPSY-JAZZ-VARIETE

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Premier Swingtett im November im Deutschen Haus – GYPSY-JAZZ-VARIETE
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(CIS-intern) – Die Gruppe singt und swingt zunächst ganz harmlos deutsche Tonfilmschlager der 20er und 30er Jahre wie wir sie von Marlene Dietrich, den Comedian Harmonists oder Heinz Rühmann kennen. Die bekannten Melodien werden instrumental frisch intoniert oder frech gesungen und in jeder Note spürt man den Spaß der Musiker an den pfiffigen Arrangements und der augenzwinkernden Ironie.

Foto: Presse

Doch schon tauchen die ersten Kuriositäten auf: Tuba und Banjo, Megafone und Maultrommeln. Und eh das Publikum sich versieht, scattet es um die Wette und amüsiert sich über die absurd-komischen oder albern-hintergründigen Texte von Jazzschlagern, die dann vermehrt von der Gruppe selbst stammen.

Zwischendurch wird in das Paris der 20er Jahre entführt, wo unweit des heutigen Flohmarktes an der Port de Clignancourt der Gitarrist Django Reinhardt in einer Wagenburg aufwuchs. Ein Musettewalzer schwingt durch das angedeutete Straßencafé und weckt Assoziationen und Appetit: einen „Rouge, s’il vous plait!“

Im weiteren Verlauf des Abends ist der feine Zwirn abgelegt, die E-Gitarre ausgepackt und die Zeit reif für artistische Einlagen. Eine Geige wird auf unmögliche Arten gespielt und bearbeitet. Während rasender Läufe wild synkopierter Triolen wechseln die Musiker von einem Instrument zum nächsten und stellen eine wirkliche Viel“saitig“keit zur Schau, die ihresgleichen sucht.

Jetzt noch „wat für’t Jefühl“, wie der Berliner zu sagen pflegt: zu einer verträumten Melodie erinnern jonglierte Tücher an das einfache Glück spielender Kinder mit Seifenblasen. Melancholisch singt eine Säge voll Sehnsucht und Fernweh und etabliert sich gleichzeitig als vollwertiges Jazzinstrument.

Nicht lange und das Publikum ist wieder mitten im Geschehen, schnipst mit im Groove und amüsiert sich köstlich über den „Stepptänzer“ Joe Bengels, eine Holzpuppe mit eigener kleiner Bühne.

So mühelos die Gruppe versunkene Schätze des Varietés „en miniature“ auf die Bühne zaubert und damit die Blütezeit dieser Unterhaltungsform in Pariser oder Berliner Etablissements wachruft, so zupackend ist ihr Gypsy-Swing als musikalisches Fundament. Die Gute-Laune-Musik geht sofort in Bauch und Bein während anspielungsreiche Texte voll Nonsens, Galgenhumor und mitunter auch Trost die Köpfe und Herzen nicht unberührt lässt.

Die Musiker

Uli Hoffmeier: Gitarre, kuriose Instrumente, Gesang
Gebürtiger Berliner und seit über 15 Jahren als Gitarrist in Max RaabesPalastorchester auf allen großen Bühnen der Welt zu Hause u.a. in New York,
Paris, Moskau und Tokyo. Jongliert auch mal mit Tüchern statt mit Tönen und läßt eine Säge singen wenn er nicht selbst zum Mikrofon greift.

Malibu Gordes: Gitarre, Banjo, Gesang
Rockgitarrist, der sich als Mitglied der Band „She’s China“ die Bühne mit Legenden wie Eric Burden und Jethro Tull die Bühne teilte. Wechselt problemlos
von der Starkstrom-E-Gitarre zur akustischen Jazzgitarre ohne an Power zu verlieren.

Jordan Rodin: Violine, Mandoline, Gesang
Hanseat und Mitglied der Hamburger Symphoniker, die in ihrer Heimatstadt und zunehmend auch global konzertieren. Seine Liebe gilt – neben der klassischen Musik auf der Bratsche – dem Jazz, den er auf Geige und Mandoline zu Gehör bringt.

Anders Grop: Kontrabaß, Tuba, Gesang
Gebürtiger Schwede mit weitem musikalischen Background, der ihn mit Musikern der Gruppe „Abba“ und Niels Landgreen zusammen führte. Lebt und musiziert seit zehn Jahren in seiner Wahlheimat Berlin wo er wissbegierigen Schülern die richtigen Baßtöne beibringt.

09.11.2012 Premier Swingtett
Deutsches Haus Flensburg
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

www.deutscheshaus-fl.de

Kartenvorverkauf Premier Swingtett – Jetzt Tickets online bestellen

Susanne Knorr
förde show concept GmbH

Eine Bitte: Wir haben hier zu Ihrer Homepage verlinkt und auch wir freuen uns über Links zu uns. Verlinken Sie gerne auf ihrer Internetseite zu uns: http://blog.flensburg-szene.de – Flensburg-Szene Blog – Vielen Dank!