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Muttertag in Flensburg – zur Not hilft das Frauenhaus

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Muttertag in Flensburg – zur Not hilft das Frauenhaus
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(CIS-intern) – Natürlich wird heute und in jedem Jahr auch in Flensburg und Umgebung der Muttertag begangen. Ja, es gibt nämlich auch “heile” Familien, egal ob mit oder ohne Vater im Haus. Im Gegensatz zum Herrentag ziehen die Mütter in der Regel aber nicht mit dem Bollerwagen stinkbesoffen durch die Gegend, sondern lassen sich nach Möglichkeit an diesem Tag von ihren Kleinen und meistens auch vom Partner “bemuttern”. Vater holt die Brötchen, die Kinder stellen das Frühstück zusammen oder alle gehen gemeinsam am Abend irgendwo essen. Und wenn die Familien ganz perfekt sind, passiert das nicht nur am Muttertag. So sollte es eigentlich sein.

Und natürlich laden die alten Kinder auch ihre eigenen Mütter ein und lassen es ihnen auch mal gut gehen. Und wenn Oma das Altenheim verlassen darf und beim Italiener speisen, dann freut sich Grandma auch!

Foto: Harry Hautumm  / pixelio.de

Leider ist die Welt nicht immer so heil wie hier beschrieben. Väter und sogar Kinder schlagen ihre Mutter, mißhandeln sie, unterdrücken sie. Schuld ist natürlich oft das soziale Umfeld, sei es aus Geldmangel, Arbeitslosigkeit oder leider auch, weil die eigene Kindheit schon beschissen war. Es gibt viele Gründe, die wir hier nicht alle aufzählen wollen.

Gründe aber, warum Frauen oder Mütter oft nicht weiter wissen. Manchmal brauchen sie lange, auch aus Angst vor der Zukunft, bis sie sich entschließen, den Mann oder den Partner zu verlassen. Meistens erst dann, wenn es völlig geknallt hat, oft im wahrsten Sinne des Wortes. Schläge in der Familie sind leider an der Tagesordnung.
Aber wohin?

Das Frauenhaus in Flensburg
Schon lange gibt es sogenannte Frauenhäuser in Deutschland. Und auch in Flensburg. In Flensburg heißt der Verein “HILFE FÜR FRAUEN IN NOT e.V.”. Oberstes Ziel der Arbeit des Vereines „Hilfe für Frauen in Not e. V.“ ist es, Frauen und deren Kinder auf dem Weg aus diesen Gewaltsituationen zu unterstützen und zu begleiten.

Neben vielen Tipps, die man auf der Homepage lesen kann, hier die wichtigsten Hinweise, Quelle ist die Homepage des Vereins:

1. Der Weg aus einer Gewaltsituation ist immer der richtige Weg!
2. Bei akuter Gefährdung wenden Sie sich bitte an die Polizei (Tel. 110)
3. Sie können sich im Notfall zu jeder Zeit telefonisch bei uns melden.

CHECKLISTE
Wenn es ohne Sicherheitsrisiko möglich ist, sollten folgende Dinge eingepackt werden:

  • Pass/Ausweis
  • Kontokarte / Sparbuch / Kontoauszüge
  • Versichertenkarte der Krankenkasse
  • Einkommensunterlagen (Verdienst / ALG 2/Kindergeld usw.)
  • Versicherungsunterlagen/Bausparverträge usw.
  • Geburts- und Heiratsurkunden
  • Wohnungsschlüssel
  • Schulsachen und Zeugnisse
  • Lieblingsspielzeug der Kinder
  • Notwendige Kleidung und persönliche Habe
  • Mietvertrag

Im Notfall bringen Sie jedoch immer erst ihre Kinder und sich in Sicherheit.

Der Weg ins Frauenhaus ist auch manchmal mit vorheriger Planung möglich.
In diesem Fall beraten wir Sie gerne im Vorfeld telefonisch.
Vielleicht besteht auch die Möglichkeit, die oben aufgeführten Dinge bei Vertrauenspersonen unterzustellen.

Zur Homepage Hilfe für Frauen in Not

Der Frauen-Notruf:
0461 – 4 63 63
Email: fin-fl@foni.net

Ferner findet man auf der oben genannten Homepage die Adtesse der Beratungstelle WILMA, in der sich Frauen beraten lassen können, bevor es vielleicht zu spät ist.
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Eine weitere Anlaufstelle ist der Frauen.Notruf e.V. in Flensburg
http://www.frauennotruf-fl.de/
Dazu heißt es u.a.: “Wir bieten einen Ort für Frauen, an dem über sexualisierte Gewalt gesprochen werden darf (aber nicht muß!).
Wir unterstützen Frauen, die sich an uns wenden. In gemeinsamen Gesprächen besteht hier die Möglichkeit, den Umgang mit dem Erlebten zu erleichtern. Hier können Alltagsprobleme genauso zum Thema gemacht werden wie das Entwickeln von neuen bzw. veränderten Lebenskonzepten.”

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