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Max Bahr ist pleite – auch in Flensburg! Und nun?

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(CIS-intern) – Wir waren zunächst am überlegen, ob wir auch noch unseren Senf zur Pleite von Max Bahr dazugeben. Immerhin bringt das sicherlich “Quote” bei den Besuchern hier. Und darum geht es uns doch, oder? Doch nicht um Max Bahr! Nee, Spaß beiseite, für die Angestellten, 3.600 sollen es in ganz Deutschland sein, ist die nun geplatzte Übernahme durch einen anderen Betreiber auf jeden Fall eine herbe Enttäuschung. Einige Baumärkte werden sicherlich übernommen, bei den Angestellten bleibt also die kleine Hoffnung, dann auch mit übernommen zu werden.

Mit der Beerdigung von Max Bahr ist aber auch Flensburg betroffen und hier gleich zweimal. Wobei wir uns immer gefragt haben, wieso sich Max Bahr den Luxus leisten konnte, neben all den Mitbewerbern gleich zwei Baumärkte in der Stadt betreiben zu können. Hinzu kam ja auch noch der Praktiker Baumarkt des Mutterunternehmens. Okay, wissen wir nicht, vielleicht kamen sie beim alten Flensburger Max Bahr ja nicht aus dem Pachtvertrag raus.

Foto: Klicker / pixelio.d

Fakt ist doch aber: Soll man sich echt aufregen, das ein Baumarkt von vielen dicht machen muß? Schuld hat ja letztendlch unser marktwirtschaftliches System, bzw. wie es ausgeführt wird. Jeder Multi meint, er müsse auch eine Riesen-Baumarkt-Kette aufmachen. Schaut man sich das Sterben z.B. im Lebensmitteleinzelhandel an, weiß man doch, was dabei irgendwann herauskommt. Erst sterben die Kleinen und dann die Großen! Siehe Schlecker. Inzwischen steht in jedem Gewerbegebiet, am Ortsrand oder an jedem Kreisverkehr ein LIDL, ein ALDI, ein Penny, ein NETTO und wie sie sonst noch alle heißen. Glaubt irgendjemand, daß das ewig so bleiben wird? Auch hier ist inzwischen ein Überangebot und dann wird es so enden wie jetzt bei MAX BAHR. Auch Große gehen in den Konkurs, irgendwann!


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Wir Verbraucher machen den ganzen Scheiß doch mit, lassen uns abwechselnd von einem Markt zum anderen Markt mit Sonderangeboten locken, billig, billig ist die Diverse.
Man fragt sich bloß, warum muß alles so billig sein. Beispiel: Warum bekommt man einen DVD-Player heute hinterher geschmissen? Weil ich mir täglich einen kaufen muß doch nicht, weil ich sonst vehungere? Quatsch.
Viele Sonderangebote benötigt man eigentlich gar nicht. Aber es ist eben so. Die Großen machen sich mit ihrem Wettbewerb gegenseitig kaputt. Und darum müssen wir uns auch nicht aufregen, wenn ein Laden pleite geht. Traurig um die Beschäftigten, ja! Aber um alles andere brauchen wir nicht traurig sein. Es ist eben so… Und die Leute, die dabei ihren Job los werden sind halt Kollateralschaden, nennt man ja heute so. Den Bossen waren doch die Leute meist sowieso egal. Beschäftigte sind ein notwendiges Übel, was man benötigt, um die eigene Tasche oder die der Aktionäre so richtig voll zu machen.

CIS