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Keine Drogen mehr in Flensburg? Polizei kassiert 53 Kg Marihuana ein – Täglicher Joint in Gefahr?

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Keine Drogen mehr in Flensburg? Polizei kassiert 53 Kg Marihuana ein – Täglicher Joint in Gefahr?
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(CIS-intern) – Haschisch bzw. in diesem Falle hier Marihuana war ja in den Siebzigern auch die absolute Modedroge. Jeder damalige “Gammler” der etwas auf sich hielt, stopfte sich seine Pfeife oder drehte einen mächtigen Joint. Irgendwie teuer war es auch damals schon und so ging man relativ gemäßigt damit um. Gesünder war es trotzdem nicht. Vor allen Dingen, wenn man zuviel davon nahm. Aber im Gegensatz zum heutigen Joint war der THC Gehalt auch weitaus geringer. Er lag so bei 10 %, liegt heute also weitaus höher. Und ist daher bedeutend gefährlicher geworden. Und somit bezeichnen gegenwärtig Polizei genauso wie Ärzte diese Droge auch nicht mehr als harmlose Einstiegsdroge. Die Händler haben mit ihren Über-Züchtungen damit die teilweise “geduldete” Droge völlig versaut. Wer also unbedingt einmal einen Rausch braucht, sollte dann vorerst beim legalen Alkohol bleiben. Ist allerdings auf Dauer auch nicht so gesund.

Foto: Petra Bork  / pixelio.de

So kam es den Fahndern sicherlich gerade recht, das sie nun in der Flensburger Innenstadt am Karfreitag einen großen Fang machen konnten. Dort nämlich fanden sie bei der Erstürmung der Wohnung eines Albaners besagte 53 Kilogramm Marihuana im Wert von rund 500.000 Euro.
Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) der Polizeidirektion Flensburg und des Zollfahndungsamtes Hamburg nahmen den Drogen-Großhändler fest, im Laufe des Tages dann noch weitere zwei Mittäter, ebenfalls in Flensburg ansässig. Alle sitzen nun in Untersuchungshaft.

Die schon in 300 – 500 Gramm Beutel zum Weiterverkauf abgepackte Ware wird also nicht mehr den sicherlich schon wartenden Käufern in Flensburg zur Verfügung stehen. Ob es nun in Flensburg die nächste Zeit keinen Joint mehr geben wird, sei dahingestellt. Die Szene hat bestimmt schon für Nachschub gesorgt, entstehen doch in alten Werkshallen und Hinterhöfen und auf dem Lande immer mehr Produktionsstätten für die Haschischpflanzen. Und in abgelegenen Waldlichtungen oder mitten im Maisfeld wird es im Sommer auch kräftig wachsen. Nach Holland fahren muß man jedenfalls nicht mehr.

Foto: Heiko Thomsen – Viele weitere Fotos hier im Flensburger Stadtanzeiger von der Pressekonferenz

Aber die Polizei ist nun auch nicht “blöd” und wird wohl noch so manchen Händler hops gehen lassen. Auch wenn es vielleicht ein Kampf gegen Windmühlen ist.

Zurück zur Festnahme: Bereits seit November 2012 wurde gegen den in Flensburg wohnhaften Täter ermittelt. Es wurde festgestellt, dass er mit den ebenfalls Festgenommenen Kontakte pflegte, um Cannabis aus Albanien über Montenegro und Österreich nach Hamburg und Flensburg zu schmuggeln. Dazu wurden von den Bandenmitgliedern umfangreiche Transport- und Verteilerstrukturen genutzt, über die die Drogen dann eingeschmuggelt und abgesetzt wurden. Sie handelten höchst konspirativ, indem sie sich nie in der Nähe der geschmuggelten Drogen aufhielten.

Sie überließen die Schmutzarbeit immer Dritten. So fand auch in der letzten Woche die Übergabe des Rauschgiftes nicht in der Dealerwohnung sondern in der Nähe des Skandinavien Parks am Stadtrand von Flensburg statt. Die beiden Drahtzieher hielten sich danach in einem Hotel im Zentrum auf. Die Ermittlungen nach Kurieren und Dealern, die an den Taten beteiligt waren und die Feststellungen des gesamten Tatumfangs werden fortgesetzt.

Auch Koksen sollte man ruhig lassen
Gestern tappte auch ein weiterer “Verbraucher” in die Polizeifalle: Ein 36-jähriger aus dem Irak stammender Flensburger hatte stark gerötete Bindehäute, sprach während einer Fahrzeugkontrolle leicht verwaschen und wirkte zittrig. Seinen Führerschein habe der 36-jährige seit einigen Tagen verloren.
Das Angebot zu einem Drogenschnelltest lehnte der VW-Fahrer ab und nutzte eine günstige Gelegenheit zur Flucht: Er lief den Beamten zwischen den Häusern davon. Die Streife konnte den Flüchtigen wenige Häuserblocks weiter in einer Querstraße zu Fuß einholen, zu Boden bringen und Handfesseln anlegen.
Beim 1. Polizeirevier leistete der 36-jährige einen Drogenschnelltest. Der Verdacht bestätigte sich: Er hatte Kokain konsumiert, leugnete aber die Tat.

Anmerkung: Falls nun ein dummer Spruch kommen sollte, “…ja, alles Ausländer…” – keine Angst, lieber Leser, wir Deutschen sind auch nicht besser 😉
Ist wohl eher Zufall, das es gerade bei diesen zwei Fällen Karfreitag  und gestern Ausländer waren, die aufgefallen sind.  Merke, nicht alle Ausländer handeln mit Rauschgift.

CIS / ots Presseportal / Polizeidirektion Flensburg

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