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Kaufe vor Ort und lokal – Aktion gegen das Ausbluten der Innenstädte

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Kaufe vor Ort und lokal – Aktion gegen das Ausbluten der Innenstädte
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kaufeort(CIS-intern) – Die Vorweihnachtszeit hat es wieder gezeigt. Immer mehr Menschen kaufen ihre Geschenke und Produkte im Internet. Es ist ja auch so einfach und hat viele Vorteile. Man bestellt, ohne einen Schritt vor die Tür zu machen, bequem vom Wohnzimmer aus, lässt es sich schnellstens anliefern und was man nicht haben möchte, schickt man einfach zurück. Aber alles hat Vor- und Nachteile. Denn bei einem Bummel durch viele unserer Städte stellt man fest, das es Umengen von Leerständen gibt. Geschlossene Geschäfte. Und das ist kein schöner Anblick.

Natürlich kann man die Zeiten nicht zurückdrehen, aber jeder sollte mal darüber nachdenken, ob er solche toten Städte überhaupt haben möchte. Für den Tourimsus kann so etwas tödlich sein und auch der Einheimische muß dann irgendwann auf seine geliebte Weihnachtsbeleuchtung verzichten, weil es keine Geschäftsleute mehr gibt, die das bezahlen können.

Petra Blume und Markus Umland aus Nordfriesland, eine Journalistin und ein Unternehmer, haben nun eine Aktion ins Leben gerufen, die deutschlandweit die Bürger ein wenig wachrütteln soll.

Dazu heißt es:
Mit Besorgnis sehen viele Einzelhändler und Dienstleister die Entwicklung, dass Kunden sich immer mehr vor Ort beraten lassen, ihre Käufe aber anschließend zunehmend im Internet tätigen. „Das manchmal direkt noch aus der Umkleidekabine heraus“, bestätigen so zum Beispiel viele Bekleidungsfachhändler. Der Fachmann nennt dies „Showrooming“. Das geht in jedem Fall zu Lasten der Region.

Petra Blume von eventmal.de und Markus Umland von UPunkt, einfach Werbung!, liegt viel daran, Bewusstsein für diesen Trend zu wecken und sie haben daher die Aktion „Kaufe vor Ort“ ins Leben gerufen. „Wir leben hier“, so Petra Blume. „Daher sollte man vor Ort kaufen und das gilt nicht nur für Husum.“
Bei allem Verständnis für Preisvergleiche sei es unfair, den Service vor Ort haben zu wollen, aber fast zeitgleich den Kauf anderweitig zu tätigen, sagen die Unternehmer.

Auf der Strecke bleibe die Vielfalt des regionalen Einzelhandels. „Sich dann aber über hohe Leerstände, das Ausbluten der Innenstädte oder Arbeitslosigkeit in den Orten beschweren, das geht gar nicht.“

Daher haben sie die Aufkleber „Kauf Lokal“ und „Kaufe vor Ort“ entwickelt, mit dem jeder sein Bekenntnis zur Region oder zu seiner Stadt sichtbar machen kann.
Außerdem komme der „Rattenschwanz“ noch hinterher. Weniger Gewerbetreibende vor Ort bedeute auch weniger Steuereinnahmen für die Kommunen. Vieles kann also nicht mehr finanziert werden, was auch gerade soziale und kulturelle Bereiche angehe.

Der Verlust von Arbeitsplätzen führe dazu, dass den Privathaushalten immer weniger Geld für den Lebensunterhalt bleibe, von außerordentlichen Investitionen, die die Wirtschaft vor Ort ankurbeln können, kann gar nicht erst geredet werden. Das spüren wiederum ebenfalls die Bereiche Gastronomie, Freizeit und Kultur – auf jeden Fall in Flächenländern wie Schleswig-Holstein.

Außerdem engagieren sich viele Gewerbebetriebe für ihre regionalen Vereine oder Verbände, sei es als Sponsor oder als Einzelunterstützer in sozialen Bereichen. Ohne diese Unterstützung, wäre so manch ehrenamtliche Tätigkeit zum Scheitern verurteilt.

„Es ist eine einfache Rechnung: Wenn die Gewerbetreibenden kein Geld mehr verdienen, geht vieles vor Ort den Bach herunter“, sagt Petra Blume.
„Natürlich wissen wir, dass das Internet nicht aufzuhalten ist“, so Markus Umland. Es gehe vielmehr darum, in der Bevölkerung ein Bewusstsein zu schaffen, was dieses Verhalten für Konsequenzen hat.

Nicht zuletzt auch für die Gemeinsamkeit, die eine Region prägt. Der Bummel durch die beleuchtete Stadt, die kompetente Beratung in den Geschäften, die Stimmung auf den Märkten und die Freude, sich mit anderen auszutauschen, das ist etwas, was kein Internet ersetzen kann, sind sich die Initiatoren einig und hoffen darauf, dass die Aktion zum Nachdenken anregt und weit über die Stadtgrenzen Husums im nördlichsten Bundesland Beachtung findet.

Petra Blume und Markus Umland würden sich freuen, wenn die Aufkleber bald an vielen Eingangstüren von Geschäften oder an Autos kleben würden oder sich Geschäfte für den Verkauf zur Verfügung stellen würden. Er ist etwa zehn Zentimeter hoch und kostet 1 Euro/Stück.
Gewerbetreibende können die Aufkleber auch in größeren Mengen bekommen. Dazu gerne ein individuelles Angebot anfordern.

Kontakt und Info über eventmal.de, Tel. 04841/9056430 oder UPunkt 04841/6626261 oder per mail an frischer-wind@einfach-werbung.com

Es gibt auch eine Facebook Seite zur Aktion

Lokal beginnt aber auch schon im Internet – Kaufe vor Ort und werbe vor Ort
Aber auch die örtlichen Unternehmer machen viele Fehler. IHRE Kunden “treiben” sich viel auf regionalen Online-Magazinen herum (wie z.B. dieses hier oder Eventmal und wie sie alle heißen). Werbung wird aber recht konservativ immer noch fast nur in Anzeigenblättern und Tageszeitungen geschaltet.

Völlig vergessen werden die vielleicht zukünftigen Kunden, die wenig bis gar keine Zeitungen lesen. Und die werden immer mehr. Diese kann man nur über das Internet erreichen. Und das sind täglich Tausende Internet-Leser, die erreicht werden können, wenn Werbung im Internet in regionalen Online-Angeboten geschaltet wird. Oder in regionalen, zielgerichteten Verzeichnissen die eigene Firma eingetragen wird.

Es heißt auch oft, zu teuer im Internet. Stimmt aber nicht. Eine kleine Mini-Anzeige in einem Anzeigenblatt kostet z.B. 100 Euro. Mit Glück sehen 50% der Leser einer Zeitung mit z.B. 50.000 Auflage diese Anzeige überhaupt, wenn nicht weniger. Und danach landet die Zeitung in der Grünen Tonne. Im Internet ist eine “Anzeige” z.B. einen Monat sichtbar, kostet dann vielleicht 100 – 200 Euro und wird von z.B. (unsere Magazine) 90.000 Besuchern oder mehr erfasst.
Und ein Eintrag in die regionalen Verzeichnisse der örtlichen Online-Angebote ist sogar über Jahre dauerhaft online. Für SEHR wenig Geld.

Also, besser ist das: Lokal kaufen und auch lokal werben. Und dabei trotzdem das Internet nicht vergessen.